1. Die direkte Alternative: PR1.2 Achada do Teixeira
Wenn es Ihnen vor allem darum ging, auf dem höchsten Punkt Madeiras (Pico Ruivo, 1.862 m) zu stehen, ist das Ihre Route. PR1.2 nähert sich dem Gipfel von der Ostseite, deutlich höher startend als die meisten Wege.
- Warum es eine gute Alternative ist: Sie erreichen trotzdem den Pico Ruivo und sehen das 360°-Panorama. Es ist auch deutlich sicherer; wenn PR1 wegen Wind oder Steinschlag geschlossen ist, ist PR1.2 oft noch offen.
- Der Unterschied: Er ist deutlich leichter und kürzer (2,8 km Einweg vs. 7 km). Sie verpassen die dramatischen „Treppe-zum-Himmel"-Grate des PR1, aber der Gipfelblick ist exakt der gleiche.
- Buchung: Erfordert die Standard-SIMplifica-Gebühr von 4,50 €, nicht die PR1-Premium-Gebühr von 10,50 €.
2. Der Wanderer-Gipfel: Pico Grande
Der Pico Grande (1.654 m) liegt im Inselzentrum, getrennt vom Hauptkamm Areeiro-Ruivo. Viele Einheimische bevorzugen ihn dem PR1, weil er wilder und deutlich weniger kommerzialisiert wirkt.
- Warum es eine gute Alternative ist: Unglaubliche 360°-Aussichten, einschließlich des Zentraltals (Curral das Freiras) und des Areeiro-Ruivo-Kammes selbst. Erfordert eine kurze, spaßige Kletterei auf einer Felswand mit Drahtseil, um den eigentlichen Gipfel zu erreichen.
- Der Unterschied: Eine fordernde Tour mit ordentlichem Höhengewinn, die die physische Befriedigung des PR1 liefert - ohne Massen oder gepflasterte Wege.
- Startpunkt: Üblicherweise von Boca da Corrida oder Encumeada aus angegangen.
3. Der Küstenkamm: PR8 Ponta de São Lourenço
Wenn der PR1 wegen schlechtem Wetter in den Bergen geschlossen ist, fahren Sie nach Osten. Die Halbinsel Ponta de São Lourenço hat ein völlig anderes Mikroklima und ist oft sonnig, wenn die Gipfel in Regen versinken.
- Warum es eine gute Alternative ist: Bietet das gleiche dramatische „Wandern auf einer Messerschneide"-Gefühl wie PR1, nur umgeben von tosenden Wellen statt Wolken. Die vulkanischen Felsformationen sind atemberaubend.
- Der Unterschied: Auf Meereshöhe, also keine Höhenproblematik. Keine Bäume - heißt null Schatten, im Sommer kann es brutal heiß werden.
- Vibe: Stellen Sie sich Schottische Highlands trifft Vulkanwüste vor.
4. Der Dschungel-Traverse: PR17 Caminho do Pináculo e Folhadal
Wenn Sie einen langen, epischen Tag (wie PR1) wollen, die Hochgipfel aber gesperrt sind, ist PR17 eine grandiose Option. Er quert die Nordflanken der Insel durch ursprünglichen Laurissilva-Wald.
- Warum es eine gute Alternative ist: Mit 15 km eine richtige, fordernde Tagestour. Mit Wasserfällen, langen unbeleuchteten Tunneln und Abgründen ins Tal von São Vicente.
- Der Unterschied: Sie sind von üppigem Grün umgeben statt karger vulkanischer Felsen. Es wirkt wie Jurassic Park.
- Hinweis: Teile dieses Wegs werden häufig für Wartungsarbeiten gesperrt - immer den ICNF-Status prüfen.

